Gründe für ein Studium in Europa

Positiv ist auch, dass die teilnehmenden Studenten die an der Partneruni absolvierten Leistungen (wenn gleichwertig!) an der eigenen Uni in Deutschland voll anerkannt bekommen. Dies sollte allerdings vor dem Antritt des Auslandsstudiums mit den Professoren (oder mit einem Studienberater) der Heimat- Universität besprochen werden. Der Vorteil hier: die Gesamtstudiendauer würde sich dann nicht verlängern oder nur geringfügig! Es gibt aber auch die Fälle, wo sich die Heimatuniversität dagegen sperrt, abgeschlossene Kurse anzuerkennen. Gründe für ein Studium in Europa gibt es viele: die meisten Studenten möchten vor allem ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern. Zu dem ist das Kennenlernen eines neuen Landes und dessen Kultur sehr interessant. Während des Studiums bietet sich die Möglichkeit, ein eigenes Netzwerk mit internationalen Kontakten aufzubauen oder beispielsweise durch die Städte zu streifen und die Kultur oder die Sehenswürdigkeiten Italiens, Frankreichs, Englands oder vieler anderer Länder zu entdecken. Ebenfalls wichtig: für spätere Berufswünsche sind Auslandserfahrungen sehr gerne gesehen. Außerdem: der Student möchte “sein“ Fach aus ausländischer Sicht kennenlernen oder er hat vor – nach dem Abschluss - in dem Gastland selbst auf Dauer zu arbeiten.

Gründe, die für das "Erasmus"-Programm sprechen

Mit dem Teilprogramm „Erasmus“ z.B. haben Studierende der beteiligten Hochschulen die Möglichkeit, drei bis zwölf Monate an einer Partnerhochschule in Europa zu studieren und so vielleicht noch ein paar Gründe zu entdecken, um das komplette Studium in Europa durchzuführen. Für die Zeit des Aufenthaltes gibt es einen so genannten Mobilitätszuschuss von derzeit rund 90 Euro monatlich – dieser ist aus EU- und nationalen Mitteln zusammengesetzt und soll erhöhten Lebenshaltungskosten im Ausland dienen. Zu dem sind die Teilnehmer von Erasmus von sämtlichen Studiengebühren an den Gastuniversitäten befreit. Gegründet wurde das Programm „Erasmus“ vor über 20 Jahren. Ziel: die Zusammenarbeit von Hochschulen innerhalb der EU zu fördern bzw. zu verbessern. Zusätzlich sollten sich damals auch mehr Studenten für ein Studium im Ausland entscheiden. Seit 1987 „wagten“ sich immerhin mehr als eineinhalb Millionen Menschen an ausländische Universitäten und wurden so mit neuen Ländern, fremden Sprachen und anderen Kulturen konfrontiert. Seit 1990 gibt es sogar ein eigenes Erasmus-Studentennetzwerk (ESN), dem über 10.000 Mitglieder an über 240 Hochschulen angehören. Sie helfen den Ankömmlingen an der jeweiligen Uni und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Übrigens: gerade mal ein Prozent aller europäischen Studenten nehmen an diesem Austauschprogramm teil. In solchen Austauschprogrammen können die Absolventen viele neue Inhalte kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln. Es gibt dabei die unterschiedlichsten Themen - von Medizin, über das Internetrecht bis hin zum Programmieren von Online Spielen wie Skyrama und andere Bereiche.

Gründe, aus denen sich Studierende für ein Studium in der EU entscheiden

Dieses geförderte Auslandsstudium gilt u.a. für EU-Mitgliedstaaten wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Polen, außerdem für EWR-Länder (EWR = Europäischer Wirtschaftsraum) wie Island, Lichtenstein und Norwegen, oder für so genannte assoziierte Länder und bietet Interessierten jede Menge Gründe, um über ein Auslandsstudium in Europa nachzudenken. Dies sind Staaten wie z.B. Bulgarien, die mit der Europäischen Union Assoziierungsabkommen geschlossen haben. Darüber hinaus haben die Studierenden die Möglichkeit, in einem Wohnheim untergebracht zu werden. Wer für die Zeit des Aufenthaltes eher eine Wohnung beziehen möchte, der bekommt ebenfalls Hilfe – z.B. bei der Suche. Wenn es für notwendig angesehen wird, stehen den Teilnehmern auch Sprachkurse zur Verfügung. Außerdem hat jeder Student einen Ansprechpartner für die Zeit direkt vor Ort. Etwa 55.000 Studenten nutzen diese Möglichkeit jedes Jahr. Wer es sich einfacher machen möchte, der wählt einen Austauschort, zu dem seit längeren schon Uni-Partnerschaften bestehen. Denn hier wird oft auch ein Kontakt zu Kommilitonen hergestellt. So wird das Einleben leichter und der Stress minimiert. Obwohl Großbritannien für die Austauschstudenten die höchsten Kosten verursacht, liegt es an vorderster Front auf der Beliebtheitsskala der Austauschunis. Der Trend geht aber auch nach Skandinavien und in die jüngsten EU-Mitgliedsstaaten. Ein Grund dafür: hier gibt es mehr Studiengänge in englischer Sprache. Weitere Informationen z.B. zum Programm Erasmus oder auch einige gute Gründe, um sich für die Durchführung des Programms zu entscheiden, gibt es in der Broschüre „Studieren im Ausland“ an den teilnehmenden Unis, Akademien und Hochschulen. Übrigens: im Zuge der Osterweiterung von Europa ergeben sich laufend weitere Möglichkeiten für ein Studium im europäischen Ausland – vor allem in weniger bekannte Länder und Regionen. Auf der Homepage des DAAD findet sich alles über neue Programme – vor allem viele Informationen rund um ein Studium in Europa.