EUCOR - Zusammenarbeit von Forschung und Lehre
Eine Alternative zu den unterschiedlichen EU-Austauschprogrammen ist eine Möglichkeit von EUCOR, der „Europäischen Konföderation der Oberrheinischen Universitäten“. Dafür haben sich die sieben Universitäten am Oberrhein (Straßburg I/II/III, Mulhouse, Basel, Freiburg, Karlsruhe) im Jahre 1989 zusammengeschlossen. Mit der Aufgabe: eine grenzüberschreitende Studierendenmobilität zu fördern! Dahinter verbirgt sich eine geniale Idee. Den Studenten einer EUCOR-Universität bietet sich das Angebot, Studierende aller Universitäten des Verbundes zu sein. Dementsprechend hat jeder Student, Mann und Frau, an jeder oberrheinischen Uni die gleichen Benützungsrechte und Vergünstigungen wie an seiner jeweiligen Heimatuniversität.
EUCOR ist die Vision von einem gemeinsamen Hochschulraum
Dies ist durch EUCOR Realität geworden. Lehre und Forschung sollten von Anfang an grenzüberschreitend bearbeitet werden können. Wissen wird dadurch ständig untereinander ausgetauscht! Ebenfalls wichtig ist die Zusammenarbeit, dass so ein Austausch stattfinden kann. Und diese geht von Studierenden über Lehrende bis zu den Forschern – und am Ende haben alle eine Bereicherung erfahren. Weitere Themen sind u.a. Förderung und Anerkennung von Studienleistungen, weitere Schaffung integrierter Studiengänge oder auch gemeinsame Forschungsprojekte. Seit Herbst 2001 gibt es von EUCOR ein Sekretariat, welches sich in Strasbourg befindet. Hier werden alle Aktivitäten universitätsübergreifend geplant und koordiniert.
EUCOR steht auch für den trinationellen Campus
Konkret heißt das für die Studenten von EUCOR, dass die Studiengänge durch Ausbildungsangebote anderer EUCOR-Universitäten bereichert werden. Durch die grenzüberschreitenden Erfahrungen verbessern sich die sprachlichen Kompetenzen und gleichzeitig liegt der Focus auf eine europäische (oder sogar internationale) Berufskarriere. Der EUCOR-Studienausweis berechtigt die Studierenden, an Lehrveranstaltungen an einer EUCOR-Partneruniversität teilnehmen zu können. Außerdem dürfen Bibliotheken, Mensen und alle anderen Einrichtungen benutzt werden. Interessant sind vor allem die vielen gemeinsamen Forschungsprojekte, wie z.B. EUCOR-URGENT – ein auf fünf Jahre angelegtes Forschungsvorhaben. Oder das „Collegium Beatus Rhenanus“ – hier haben sich die Institute für Altertumswissenschaften der EUCOR-Universitäten 1997 zusammengeschlossen: Schwerpunkte liegen hier auf der Römischen Geschichte und Provinzialrömischen Archäologie. Für die Studenten eröffnen sich unendlich viele Möglichkeiten, die verschiedensten Erfahrungen und Kompetenzen während ihres Studiums zu sammeln.